Was ist Vitamin D?

Entstehung und Funktion dieser wichtigen Substanz

Woher kommt Vitamin D?

Vitamin D wird vom Körper durch Hilfe des Sonnenlichtes hergestellt. Es entsteht durch Bestrahlung mit Ultraviolettlicht aus einer körpereigenen Substanz, die in den Hautzellen vorkommt. Dieser Mechanismus sorgt für über 90 % des Angebots von Vitamin D3. Nur wenige Nahrungsmittel wie Eier und fettreiche Fischsorten enthalten überhaupt nennenswerte Mengen von Vitamin D. Bei typischer Ernährung werden nur etwa 50-100 I.E. (Internationale Einheiten) Vitamin D3 zugeführt. Das sind weniger als 10 Prozent des täglichen Bedarfes.

Die Bildung von Vitamin D hängt zusätzlich von vielen Faktoren ab. Sie ist in der Mittagssonne am stärksten, aber auch abhängig davon wie weit entfernt man vom Äquator lebt (je näher desto besser), welchen Hauttypus man hat und wie groß die Hautoberfläche ist, die der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist (je mehr desto besser). Die Synthese von Vitamin D in der Haut ist sehr effizient. In Äquatornähe kann ein vielfacher Tagesbedarf synthetisiert werden. Umgekehrt können auch durch noch so starke Sonneneinstrahlung keine schädlichen Mengen an Vitamin D entstehen, weil ab einer Höchstmenge nur mehr unwirksame Abbauprodukte durch das UVB-Licht gebildet werden.

Darüber hinaus spielen Übergewicht, Sonnenschutz (Schutzfaktor 15 reduziert die Bildung von Vitamin D um 99%) und Alter eine Rolle.

Was macht Vitamin D?

Der Ausgangspunkt der Erforschung der Wirkungen von Vitamin D war dessen Wirkung auf den Stoffwechsel von Kalzium und damit auf die Festigkeit der Knochen. Vitamin D erhöht die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und verringert die Ausscheidung im Harn. Dadurch gewährleistet es ein ausreichendes Angebot von Kalzium für das Skelettsystem. Die Knochen nehmen an Festigkeit zu und die Frakturhäufigkeit sinkt. Liegt zu wenig Vitamin D vor, so führt dies bei Kindern zu Rachitis mit den bekannten Missbildungen der Knochen vor allem an Beinen und Brustkorb und bei alten Menschen zur Erweichung der Knochen und Zunahme von Knochenbrüchen.

Weiters stärkt Vitamin die Kraft der Muskulatur. Durch Beeinflussung des Immunsystems sinkt z.B. die Häufigkeit von Infektionen der Atemwege und von chronische Erkrankungen des Immunsystems wie Hautentzündungen. Vitamin D zeigt positive Wirkungen auf viele Organsysteme wie Herz/Kreislauf, die Funktion von Drüsen, im Bereich des Magen/Darmtraktes und der Leber, in Lunge und Nieren, sowie im Zentralnervensystem und im Reproduktionssystem bei Frauen und bei Männern.

 

Wie wird es resorbiert?

Nach Synthese von Vitamin D in der Haut oder nach Einnahme eines Vitamin-D3-Präparats wird Vitamin D durch den Blutstrom – gebunden an ein spezielles Transportmolekül – im gesamten Organismus verteilt. Die Forschung der letzten Jahre hat gezeigt, dass eine Vielzahl von Körperzellen Rezeptoren, also eigene Bindungsstellen, für Vitamin D aufweisen. Dort kann Vitamin D andocken und seine Wirkung entfalten.

ROKIVIT D3 – medizinisches Rationale zur Substitution